Die Welt der Bücher

Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste. (Heinrich Heine)

Kategorie: Berühmte Bücher

Salvador Dali und das schwerste Buch der Welt

Salvador Dali und das schwerste Buch der Welt

dali

Salvador Dali, 1934

Der berühmte Surrealist Salvador Dali hat zusammen mit 6 weiteren Künstlern in den 1960er Jahren bei der Illustration des ehrgeizigen Buchprojekts eines französischen Verlegers mitgewirkt. Das entstandene Werk mit seinen 300 großformatigen Pergamentseiten misst 86 x 78 cm und wiegt satte 210 Kilogramm – und ist das schwerste Buch der Welt.

Der Name des Verlegers und Initiators: Joseph Forêt. Der Titel des Buches: „L’Apocalypse de Saint Jean“ („Das Buch der Apokalypse“, genauer: Die Apokalypse des Heiligen Johannes). Es entstand zwischen 1959 und 1961. An den Illustrationen waren beteiligt: Salvador Dalí, Georges Mathieu, Bernard Buffet, Leonor Fini, Léonard Foujita, Pierre-Yves Trémois, Ossip Zadkine.

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Das kleinste Buch der Welt

Das kleinste Buch der Welt

Das kleinste Buch der Welt ist das „Bilder-ABC. Das kleinste Buch der Welt“ von Josua Reichert.

Eckdaten: 1. Auflage. Leipzig: Verlag Faber und Faber, 2000. [26] S. ,Größe: 2,9 x 2,4 mm. Begleitmat.: 1 Lupe, 1 Faltblatt mit Erläuterungen und vergrößertem Abdruck ABC. ISBN: 3932545559

Es ist mit seinen 2,9 x 2,4 mm kleiner als ein Streichholzkopf, auf Dünndruckpapier gedruckt und in Leder gebunden. Es enthält die Buchstaben des Alphabets, die jedoch nur mittels der mitgelieferten Lupe lesbar sind. Das Set besteht aus dem Buch und der Lupe nebst einem Merkblatt und ist schön verpackt in einer Teakholzschatulle.

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Die Geschichte von Sinuhe

Die Geschichte von Sinuhe

von Frank Dörnenburg

Wir sind heute stolz auf viele kulturelle Errungenschaften der Moderne wie Kunst, Musik und Literatur. Dabei vergessen wir oft, dass die Ursprünge vieler dieser Dinge tief in der Vergangenheit liegen. Musik gab es schon in der Steinzeit, wie Flötenfunde aus Knochen zeigen. Comics inklusive Sprechblasen schmückten bereits ägyptische Gräber, und „Der Krieg der Mäuse gegen die Katzen“ enthält bereits Karikaturen, die an den frühen Disney erinnern. Selbst Sexmagazine sind älter als gedacht – der so genannte erotische Papyrus Turin 55001 stammt aus der Zeit von Ramses dem Großen und ist knapp 3300 Jahre alt und gilt als das älteste Pornoheft der Welt.
Auch Romane sind keine Erfindung der Neuzeit, obwohl mancher den alten Völkern jede Fantasie abspricht. Um den Titel „Ältester Roman der Menschheit“ streiten zwei ungefähr gleich alte Werke, nämlich das Gilgamesch-Epos aus Mesopotamien und die Geschichte von Sinuhe aus Ägypten. Die ältesten vorhandenen Abschriften stammen jeweils aus der Gegend um 1800 v. Chr., wobei Sinuhe eventuell 100 Jahre älter ist.

Doch während Gilgamesch eine Superhelden-Fantasy-Geschichte mit Superschurken, Superwaffen und Superkatastrophen ist, bewegt sich Sinuhe im Alltagsleben eines halbwegs normalen Ägypters, ohne Superkräfte oder Sintfluten.

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Das teuerste Buch der Welt

Für diesen Blog war ich heute auf der Suche nach dem teuersten Buch der Welt. Ich war der Meinung, dass es ganz leicht sein würde, dieses zu finden und zu identifizieren und darüber zu berichten – doch stattdessen habe ich ein Kuriosum entdeckt, welches ich den Lesern natürlich nicht vorenthalten möchte …

Ganz harmlos hat die Zeitschrift „DIE WELT“ darüber berichtet, dass das Forbes Magazin 2014 die 7 teuersten Bücher der Welt gekürt hat. So weit so gut. Und recht überschaubar. Sogar mit Bildern. Tja, leider wichen die angegebenen Preise von anderen Quellen ab, was auch die Reihenfolge infrage stellt, worüber man aber in diesem Fall hinwegsehen kann, denn zum Schluss hat sich herausgestellt, dass sie sich alle geirrt haben, denn das teuerste Buch der Welt ist kein Klassiker … Doch von vorn:

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Codex Gigas-Die Teufelsbibel

Codex Gigas – Die Teufelsbibel

Gigas

Foto: Der berühmte Teufel auf der Teufelsbibel

 

Ein weiteres spektakuläres Buch unter den hier vorgestellten ist wenigstens eines, das man lesen kann. Seine Besonderheit beruht nicht auf einer nicht entschlüsselbaren Schrift, sondern auf der Legende, die sich um das Buch rankt: Der Codex Gigas ist eines der größten handschriftlichen Bücher der Welt und stammt vermutlich aus dem böhmischen Kloster Podlažice, wo es im 13. Jahrhundert geschrieben wurde. Nachdem es einige Male nach Krieg und Plünderung weitergereist ist, wird es heute in der Königlichen Bibliothek zu Stockholm aufbewahrt.

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Der Codex Rohonczi

Der Codex Rohonczi – ein weiteres Rätselbuch

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Codex Rohonczi Seite 51 – Quelle: Wikipedia, gemeinfrei –

Es ist erstaunlich, wie viele antike Bücher wir noch in den Schatzkammern unserer Archive, Universitätsbüchereien und an anderen geeigneten Orten beherbergen, die nicht nur nett anzuschauen sind, sondern außerdem auch noch rätselhaft sind und viele Forscher lange Jahre beschäftigt halten, damit sie ihnen ihr Rätsel entlocken können.     

Der Codex Rohonczi ist – obwohl er in Österreich beheimatet ist – im deutschen Sprachraum leider recht wenig bekannt und untersucht worden. Seine gesamten Seiten sind jedoch auf einer rumänischen Internetseite einsehbar: http://www.dacia.org/codex/original/original.html 

Er ist benannt nach der ungarischen Stadt Rohonc, dem heutigen österreichischen Rechnitz. Das Buch war im Besitz des Grafen Batthyany, der es im Rahmen der Schenkung seiner Privatbibliothek 1838 an die Ungarische Akademie der Wissenschaften weitergab. Herkunft, Schrift und Sprache sind unbekannt und konnten bislang nicht entschlüsselt werden. Auf den 448 Seiten sind 87 Illustrationen enthalten, die man als religiöse Symbole entziffern kann. 

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Das Voynich Manuskript

Das berühmte Voynich Manuskript – raffinierter Betrug oder antike Geheimschrift? 

 

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Eine Seite aus dem Voynich-Manuskript. (Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Uni Yale, public domain)

Das Voynich-Manuskript ist ein „Zauberwürfel“ unter den Buchliebhabern. Nur viel schwerer zu knacken, denn es wartet bis heute auf seine Übersetzung.

Seit es 1912 vom Antiquariatshändler Wilfried Voynich in New York in Umlauf gebracht wurde, rätseln Wissenschaftler und Hobbyforscher gleichermaßen an der Bedeutung und Übersetzung. Mehr als 30 angebliche Entschlüsselungen sind schon vermeldet worden, doch auch wenn die Forschenden einige Worte in dem Manuskript finden konnten, macht das noch lange keine durchgehende und vor allem sinnvolle Übersetzung des Textes aus.

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