Buchtipp „ The Demonologist“

„The Demonologist“ von Gerald Brittle
ISBN 978-1-935-169222; Graymalkin Media
303 Seiten; 14,41 Euro

Wer gerne Horrorfilme schaut, kennt sicherlich die Filme „Amityville Horror“, „The Exorcist“, „The Conjuring“ oder auch „Annabelle“. Die Ideen für diese und weitere Filme entstammen jedoch nicht der blühenden (dunklen) Fantasie der Drehbuchautoren, sondern basieren auf echten Fällen, die wiederum von echten Dämonen verursacht wurden. Echte Dämonen? Gibt es das überhaupt? Die Antwort von Ed und Lorraine Warren lautet ganz klar „ja!“.

Die beiden Dämonologen sind seit über 50 Jahren damit beschäftigt, besessenen Menschen zu helfen – oder auch vermeintliche Fälle von Geistern und Spuk aufzuklären. Lorraine ist ein äußerst begabtes Medium und seit ihrer Jugend hellsichtig und Ed ist der einzige von der katholischen Kirche akzeptierte Dämonologe, der auch einen Exorzismus durchführen könnte – nur eben nicht im Namen der katholischen Kirche, da er kein Priester ist. Gemeinsam kämpfen sie seit über 50 Jahren gegen das Böse. Ed ist 2006 verstorben, Lorraine feierte kürzlich ihren 89. Geburtstag ist jedoch nicht mehr aktiv.

Die beiden tiefgläubigen Christen nahmen für ihre Hilfe nie eine Bezahlung an, sie hielten es für ihre Berufung, Menschen in Not beizustehen. Dennoch ist ihnen klar, dass nicht jedes seltsame Geräusch gleich von einem Geist verursacht wurde. Die Fälle wurden sehr genau untersucht und bereits 1952 haben sie die New England Society for Psychic Research gegründet, die sich diesen Themen widmet.

Besonders gefährliche Exponate ihrer Fälle haben sie in ihrem eigenen Museum in Connecticut (The Warren’s Occult Museum) ausgestellt oder vielmehr weggesperrt, um diese riskanten Gegenstände von der Außenwelt abzuschirmen. Das Museum im Keller des Hauses wird zweimal wöchentlich von einem Priester geweiht, um die Geister in Schach zu halten.

Ed und Lorraine hatten viele Fernsehauftritte im amerikanischen Fernsehen. Außerdem haben sie eine Menge Vorträge über die paranormalen Phänomene gehalten – was damals in den 1950er Jahren von den Leuten noch nicht so gut aufgenommen wurde. Ein wenig romantische Geister, spukende unglückliche Ladies, ok, aber Dämonen, die von Menschen Besitz ergreifen? Das war für viele etwas, das sie lieber verdrängten. Was man nicht wahrhaben will, existiert auch nicht. Oder so ähnlich … Es sei denn, man erlebt einen Fall wie den Horror von Amityville persönlich.

In dem Buch wird die Karriere des beeindruckenden Paares beschrieben und es enthält viele Hintergrundinformationen über Geister, Spuk, Dämonen und Exorzismus. Ein fantastisches und spannendes Buch, das man gar nicht mehr weglegen kann. Man sollte es allerdings nicht unbedingt mitten in der Nacht lesen. Wen die Sprachbarriere (es ist nur auf Englisch erhältlich) nicht stört, der sollte es sich unbedingt anschaffen!

Falls jemand das Thema unabhängig vom Buch vertiefen möchte: Hintergründe und Videos über die Fälle, Interviews mit den Warrens und vieles mehr, ist auf deren Webseite bzw. der Seite der New England Society for Psychic Research ersichtlich: http://www.warrens.net/

Erhältlich als Ebook bei Osiander: http://www.osiander.de/webdb/index.cfm?osiaction=details&id=TMEDT0182.9781935169239&source=UWK

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