Der ungekrönte König des deutschen Psychothrillers ist zweifellos Sebastian Fitzek, der seit seinem Debüt-Roman „Die Therapie“ (2006), die Bestsellerlisten anführt. Seine Bücher wurden nicht nur Millionenfach verkauft, sondern auch international verfilmt.

Nachdem wir im Buchblog erst die aktuelle Kurzgeschichten-Sammlung „Flug und Angst“ von Stephen King vorgestellt haben, darf auch Sebastian Fitzeks Reisehorror nicht unerwähnt bleiben. Er hat in diesem Genre gleich zweimal zugeschlagen: Mit „Passagier 23“ verunsichert er die Fans von Kreuzfahrten und bei „Flugangst 7A“ wird es den Vielfliegern flau im Magen. Sebastian Fitzek führt uns in seinen Büchern absichtlich in die ausweglosen Situationen, die sich in der Luft oder auf dem Wasser ergeben können.

Doch warum sind die gewählten Schauplätze allein schon nervenaufreibend? Nun, die Vorstellung, mit einem Flugzeug abzustürzen, ist nicht besonders prickelnd. Denn man ist der Situation hoffnungslos ausgeliefert. Auch mit einer Rettungsweste versehen, hat man keine Überlebensgarantie. Vor allem nicht, wenn man gar nicht über Wasser abstürzt, sondern im Gebirge. Und sogar wenn: mutterseelenallein im Ozean treibend müssen die Überlebenschancen auch nicht viel besser sein. Im eiskalten Wasser hat man nur noch wenige Minuten zu leben und fühlt sich an den Untergang der Titanic erinnert …

Apropos: auch Unfälle auf Kreuzfahrtschiffen bieten für einen Roman ein gutes Potenzial. Denn der Sturz ins eisige Wasser kann zu verschiedenen Szenarien führen – vom Untergehen bis zum Haiangriff oder in Schiffsschrauben geraten wäre alles dabei. Was auf Schiffen alles passieren kann, hat leider 2018  der Fall Küblböck gezeigt.

Aber sind Kreuzfahrten wirklich gefährlich? Was passiert, wenn das Schiff in einen schweren Sturm gerät? Die modernen Schiffe können bei schwerem Seegang nicht zum Kentern gebracht werden, versichert der Sprecher der Meyer Werft in Papenburg, wo Kreuzfahrtschiffe gebaut werden. Das klingt doch schon einmal beruhigend. Doch die Protagonisten von Sebastian Fitzek verschwinden natürlich nicht aufgrund eines wetterbedingten Unglücks …

Zu den Büchern:

Passagier 23: Hier verschwinden der Sohn und die Frau eines Polizeipsychologen während einer Kreuzfahrt spurlos und es gibt keine Hinweise darauf, was geschehen ist. Fünf Jahre später verschwindet vom selben Kreuzfahrtschiff ein kleines Mädchen, das Wochen danach plötzlich wieder auftaucht und den Teddy seines verschwundenen Sohnes im Arm hält …

Buch:

Flugangst 7A: In diesem Buch muss ein erfolgreicher Psychiater seine Flugangst zu überwinden, um zu seiner schwangeren Tochter nach Buenos Aires zu fliegen. Was für ihn schon schlimm genug ist, wird noch dramatischer, als ihm ein anonymer Anrufer mitteilt, dass ein ehemaliger Patient, den er wegen Gewaltphantasien behandelte an Bord ist. Warum was furchtbar ist? Weil der unbekannte Anrufer ihm eröffnet, dass er diesen Patienten dazu bringen soll, die Maschine abstürzen zu lassen …

Buch:


Doch ist die Reise im Flugzeug wirklich so gefährlich? Und gibt es eine Chance, einen Absturz zu überleben? Auf welchem Platz sollte man dazu am besten sitzen? Der tatsächlich gefährlichste Platz in einem Flugzeug ist der des Piloten, da er die meisten gefährlichen UVA-Strahlen abbekommt und häufiger als andere Menschen an Hautkrebs erkrankt. Für Passagiere sind die gefährlichsten Sitze, die in der Mitte und die sichersten die Plätze im Heck, wie eine Untersuchung des Time Magazine herausfand und DIE WELT bereits 2017 berichtete.

Vorbestellbar: „DAS GESCHENK“ 

In seinem neusten Werk „Das Geschenk“, das im Oktober erscheint und bereits jetzt vorbestellt werden kann, geht es zum Glück um völlig andere Katastrophen. Ein Analphabet, der den auf einen Zettel geschriebenen Hilferuf eines Mädchens im Auto neben sich nicht entziffern kann, fühlt instinktiv, dass etwas nicht stimmt und begibt sich auf eine gefährliche Suche nach ihr, um sie zu retten …

Buch: