Es gibt Bücher, die kurz berühmt sind und die jeder will. Und dann gibt es die, die lange berühmt bleiben. Zur letzteren Sorte gehört definitiv John Streleckys „Das Café am Rande der Welt“. Das Buch ist nämlich bereits im Februar 2007 erschienen und schon zum 213. Mal auf der Spiegel-Bestseller-Liste platziert. Derzeit (07. Juli 2019) ist es auf Platz 1 in der Liste der Taschenbücher/Sachbücher.

Worum geht es?

Werbemanager John ist im Dauerstress. Ständig muss er irgendwo hin. Als er bei einer kurzen Rastpause in einem Café sitzt, führt ihn ein Hinweis auf der Speisekarte gedanklich weit fort von der aktuellen Situation. Dort stehen nämlich neben dem Tagesmenü 3 Fragen: „Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben?“. Die Fragen beschäftigen ihn und lenken ihn von seinem Terminstress ab. Eigentlich müsste er dringend nach Hawaii zu einem Treffen. Doch stattdessen versucht er zusammen mit einem anderen Gast sowie der Bedienung und dem Koch in dem Café die Antwort auf diese Fragen zu finden …

Das Buch ist zwar humorvoll geschrieben, doch es ist auch weise und regt zum Nachdenken an.

Natürlich bleibt ein so gutes Buch nicht ohne Folgen – in dem Fall ohne Folgebände. Denn in Teil 2: Wiedersehen im Café am Rande der Welt trifft John erneut auf das Café, obwohl er sich eigentlich Tausende von Kilometern entfernt vom Standort befindet. Dort lernt er die unglückliche und gestresste Jessica kennen, die er unter seine Fittiche nimmt.

Und weil es nicht nur schön, sondern auch hilfreich ist, was John und die anderen Protagonisten im Laufe der Gespräche erleben, bzw. welche Erkenntnisse sie dabei gewinnen, legt John Strelecky noch einen nach:

Im August 2019 erscheint bereits Band 3: Auszeit im Café am Rande der Welt: Eine Wiederbegegnung mit dem eigenen Selbst. Dabei sind für den Protagonisten John nun 10 Jahre vergangen, seit er das Café zuletzt aufgesucht hat – oder hat es womöglich ihn gesucht? Jedenfalls findet er dort Unterschlupf, als er von einer Beerdigung zurückkommt und zudem in einer Midlife-Crisis steckt. Seine trüben Gedanken werden von den anderen Gästen durcheinandergewirbelt. Da wären zum einen die fünfzehnjährige Hannah, der alte Max, der zu Johns Mentor wird und die Bedienung, die ihm ebenfalls helfen will.