6 Fragen an … Alexander Knörr

Anhang 4

A. Knörr nebst Gattin

Der Autor beschäftigt sich schon seit er 16 ist mit diversen Themen aus dem grenzwissenschaftlichen Bereich und hat 2007 sein Debüt mit einem Buch über die Geheimnisse von Malta hingelegt („Hagar Qim – Auf den Spuren eines versunkenen Kontinents – Rätsel um die Insel Malta“). Auch das Thema UFO wird bei ihm groß geschrieben, lange Jahre war er Vorsitzender einer UFO-Forschungsgesellschaft. Mittlerweile legt er auch Romane und Thriller und Reiseberichte vor – breit gefächert. Heute stellt er sich dem schriftlichen Interview des Bücherblogs.

Lieber Alex, Du bist schon seit 8 Jahren als Autor unterwegs und es ist noch kein Ende in Sicht …

Frage 1: Du hast deine schriftstellerische Laufbahn mit einem Buch über die Geheimnisse von Malta begonnen. Warum war es gerade Malta? Gab es einen bestimmten Grund oder hat sich die Reise einfach als erste von vielen angeboten?

A. Knörr: Ich kam über den großen Meister der Prä-Astronautik, Erich von Däniken, auf die Insel Malta. In seinem Buch „Prophet der Vergangenheit“ (1. Auflage 1979) las ich über die Geheimnisse der Insel Malta und ihrer kleinen Schwesterinsel Gozo. Da las ich Dinge über parallele Spuren im Felsgestein, die aussehen wie von modernen Fahrzeugen im Schlick hinterlassen und von Abweichungen in der Ausrichtung der „Tempelanlagen“, die ja laut der Archäologen vor Ort nach der Sonnenwende ausgerichtet sein sollen, die ein Alter der Tempel von mehr als 12.500 Jahren annehmen lassen. Und ich war fasziniert. Dann ergab es sich, dass 1999 der Autor und mittlerweile mein guter Freund, Hartwig Hausdorf, mit einer Reisegruppe nach Malta flog. Genau zu diesen rätselhaften Dingen. Und da war klar, ich musste mit dabei sein. Ich war während dieser Reise „nur“ einer von 29 Teilnehmern und noch ganz grün hinter den Ohren. Aber danach bereiste ich Malta noch weitere 10 Mal und machte mir im Laufe der Zeit meine eigenen Gedanken und mein Buch war nur die logische Konsequenz aus zehn Jahren Recherche.

Frage 2: Im Rahmen Deiner UFO-Forschungen warst Du sogar einmal bei Stefan Raab zu Gast. Das war sicher ganz besonders aufregend und ist etwas völlig anderes als Recherchetätigkeit und Schreibtischarbeit. Wie war es so, wenn man auf dem Präsentierteller sitzt und sich zu einem kritischen Thema wie UFOs, an die ja nicht jeder glaubt, äußern muss?

A. Knörr: Also grundsätzlich gibt es Recherchen und Recherchen. Meine Recherchen sind meistens aufregend, weil ich eben nicht nur am Schreibtisch sitze, sondern raus gehe. Ich sehe mir die Dinge persönlich an, reise um die Welt und auch in Deutschland umher. Und so präsentierte ich bei der Sendung TV Total auch Ergebnisse meiner Recherchen, bei denen ich eben dem UFO-Phänomen persönlich nachging. Aber nun zu Deiner Frage. Anfangs war ich nicht gerade begeistert von der Anfrage der Redaktion von Brainpool, der Produktionsfirma von TV Total. Ich hatte starke Bedenken, dass ich dort nach Strich und Faden verarscht werden soll. Nur nach wochenlangem Beknien des Redakteurs, der mir etliche Male versicherte, dass die Sendung mittlerweile wirklich eher eine Talkshow sei, und nicht wie früher eine Comedy-Show, brachte mich dazu, zuzusagen. Natürlich war es anfangs erst einmal etwas komisch. Aber ich verstand mich mit der Crew im Backstage und auch mit Stefan Raab auf Anhieb super und man merkte auch, dass er sich für das Thema interessierte, denn er hätte etliche Vorlagen gehabt, mich dort fertigzumachen. So war es ein sehr gutes Gespräch und nach der Ausstrahlung ging es richtig rund, ich bekam etliche Anrufe, Hunderte Emails und Feedback. Aber dass ich mich mit Menschen auseinandersetze, die das Thema gerne ins Lächerliche ziehen, ist an der Tagesordnung. Und meine Aufgabe ist nur die Aufklärung, dass ich eben kein Spinner bin, genauso wenig wie die Zeugen, die ein UFO gesehen haben. Und was es letztendlich ist, wissen wir ja nicht. Denn dann wäre es ja auch kein UFO mehr.

Frage 3: Grenzwissenschaftliche Themen und UFOs gemischt mit Reise- berichten aus China, wie in deinem Buch „Reis am Stiel“ verewigt oder deinem neuen Thriller „Ebola“ – das sind recht unterschiedliche Bereiche. Wie kommt es, dass Du Deine Schreiberei so ausgeweitet hast? Bietet die Grenzwissenschaft nicht mehr genügend faszinierende Forschungsobjekte für Dich oder hast Du komplett umgeschwenkt und schreibst künftig eher über andere Themen?

A. Knörr: Oh die Grenzwissenschaft bietet so vieles, über das es sich lohnt, zu recherchieren und zu schreiben. Auch wenn es immer wieder heißt, das Thema wäre ausgelutscht. Ich selbst beschäftige mich immer noch und teilweise sogar intensiver als sonst, mit Mystery-Themen. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich Spaß daran finde, Geschichten zu schreiben. Geschichten schrieb ich schon seit meiner Kindheit, habe diese aber nie veröffentlicht. Dann kamen das Schicksalsjahr 2012 und der Hype um den drohenden „Weltuntergang“. Ich wollte unbedingt auch „meinen persönlichen Senf“ zu der Sache abgeben, aber nicht auf den bereits rollenden Zug der Dummschwätzer aufspringen. Ich überlegte mir, aufzuschreiben, wie ich mir die Rückkehr der Götter von einst vorstellen könnte und dies – da man diese Spekulationen schlecht in ein Sachbuch packen konnte, als Roman. Voilà, mein Erstling war kurzerhand auf dem Weg. Und da das Feedback auf das Buch sensationell war, und jeder nach einer Fortsetzung schrie, entwickelte sich ganz schnell eine Saga aus dem ursprünglich als Einzelwerk angedachten Roman.
Und letzten Endes schreibe ich darüber, was mich bewegt. Das war bei meinem Malta-Buch so, das ist mit jedem meiner bisher 14 erschienenen Büchern so. Und wenn es dann mal Gruselgeschichten sind, die sich dann aber auch direkt oder indirekt Mystery-Themen annehmen, dann soll es eben so sein.
Aber umgeschwenkt bin ich nicht. Ich habe eben erst wieder ein Sachbuch über meine Forschungen in China und Korea veröffentlicht (Von Himmelsreitern und fliegenden Fischen, erschienen im Galactic-Bookstore Verlag, Juni 2015) und arbeite zur Zeit an zwei Sachbüchern, von denen eines wahrscheinlich noch in diesem Jahr erscheint und mit dem UFO-Thema zu tun hat, und das zweite wieder mein momentanes Hauptaugenmerk auf China lenkt, denn dort ist noch einiges zu entdecken.

Frage 4: Du hast kürzlich geheiratet – an dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch! – und zwar eine reizende Chinesin. Land und Leute haben Dich ja schon immer fasziniert. Eröffnen sich durch diese Heirat auch weitere Möglichkeiten (aufgrund der Sprach- und Landeskenntnisse Deiner Gattin), um Deine Reisen und Forschungen auch in Asien auszuweiten? Oder wirst Du womöglich sogar nach Asien ziehen?

A. Knörr: Vielen Dank für die Glückwünsche! Ja es stimmt, ich habe eine reizende Chinesin geheiratet. Und da hast Du auch recht, dies beflügelt natürlich meine Recherchen ungemein. Vor allem auch, da sich meine Frau, seitdem ich ihr zwei meiner auf englisch erschienenen E-Books über Mystery-Themen in China gegeben hatte, für meine Themen sehr interessiert. Sie hat mir einen Tag später Links zu chinesischen Seiten geschickt und mir da schon Dinge gezeigt, von denen ich überhaupt noch nicht gehört hatte. Und seit diesem Tag recherchieren wir zusammen und sind in einer rasenden Geschwindigkeit weiter gekommen, haben schon Recherchereisen in China und an die nordkoreanische Grenze unternommen und schreiben an unserem ersten gemeinsamen Buch. Wie eben schon gesagt, wird dieses Buch bald erscheinen – geplant ist im Oktober 2016, nachdem wir von einer großen China-Rundreise zu weiteren mysteriösen Orten heimgekehrt sind. Vollgepackt mit Fotos und exklusivem Material, das alles in das Buch einfließen wird. Geplant ist es, dieses Buch dann auf dem AAS One Day Meeting (Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI) im Oktober 2016 vorzustellen.
Nach China würde ich gerne ziehen, allerdings haben sich hier in Deutschland viel mehr Möglichkeiten für uns beide aufgetan, um Geld zu verdienen und unsere Familie zu gründen, als in China. Und da ich noch weit davon entfernt bin, von der Schreiberei leben zu können, müssen wir eben unserem Brotjob folgen. Und der ist für uns beide hier in Deutschland. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt?

Frage 5: Du bist gleichzeitig in mehreren Genres tätig und auch auf Messen unterwegs, wie bringst Du diese vielen Tätigkeiten neben deinem regulären Job unter – und dann noch, ohne dass Dir die Ideen ausgehen oder Deine Kreativität leidet?

A. Knörr: Also meine Kreativität ist hervorragend! Mir wurde schon als Kind attestiert, dass ich viel zu viel Fantasie hätte und neben meiner damals schon aufkommenden Neugierde immer wieder abstruse Geschichten erzählen würde. Das hat sich bis in die heutigen Tage gehalten. Ich führe Notizbücher zu allen Themen, denen ich nachrecherchiere und auch zu allen Genres, die ich mit Romanen und Kurzgeschichten bedenken möchte. Und diese sind alle gut gefüllt. Selbst wenn mir ab jetzt nichts mehr Kreatives einfallen würde, könnte ich aus den gesammelten Fakten an die 20 Sachbücher und aus meinen Ideen noch einmal 20 Romane schreiben. Wie viele Autoren arbeite ich dann an meinen Büchern, wenn andere entweder vor dem Fernseher liegen, oder schlafen. Autorennächte sind meistens kurz. Ich arbeite meistens an meinen Büchern und vor allem aber an den Recherchen dazu, die viel zeitaufwendiger sind, bis Mitternacht oder länger und um vier oder fünf Uhr morgens ist die Tastatur wieder die meine. An den Wochenenden geht es dann meistens auf Events, auf denen ich meine Bücher präsentiere und für meinen Distributor verkaufe. Ich halte international Vorträge und Lesungen und zwischendurch reise ich zu den mysteriösen Orten in der Welt. Nun, es ist ein aufregendes und keinesfalls einsilbiges Leben. Durch meine Ehe wird dies sicher etwas zurückgefahren. Aber meine Frau ist wie gesagt auch sehr am Thema interessiert und möchte mich unterstützen. Also werden wir zukünftig sicher mehr zu zweit unternehmen, jedoch trotzdem immer den Mysterien dieser Welt auf der Spur sein.

Frage 6: Kannst Du schon etwas über Deine neuen Projekte verraten? Um was wird es im nächsten Buch gehen?

A. Knörr: Ich habe ja zwischendurch schon die ersten Einblicke gegeben. Zunächst wird Ende 2015 mein nunmehr sechster Teil der Chroniken von Tilmun, meiner Prä-Astronautik-Science-Fiction-Saga, erscheinen. Das Buch wird sich wiederum um die alten Götter drehen, die wie sie es versprochen hatten zurück kamen und jetzt aber die Menschheit versklaven möchten. Meine Leser sind immer noch hungrig nach Neuem, und so lange werde ich sie natürlich versuchen zufriedenzustellen. Dann kommt wahrscheinlich auch noch dieses Jahr mein Buch über die UFO-Thematik, von dem ich jedoch nichts weiter verraten möchte.
Im Herbst 2016 dann unser China-Buch und ein Sammelband der Chroniken von Tilmun, in dem die bereits erschienenen Bände und einiges an Zusatzmaterial, Kurzgeschichten enthalten sein werden. Ebenso wird es wohl das erste „Tilmun-Lexikon“ geben, an dem ich jetzt natürlich schon arbeite. Das geht ja während des Schreibens am besten. Hier findet der interessierte Leser dann alle Fakten in Kurzform mit weiteren ausführenden Informationen über Orte, Charaktere, Gerätschaften der Götter, Zeitskalen und vielem mehr. Tja, und dann ist das Jahr wahrscheinlich auch schon wieder vorbei.

Bücherwurm.org: Vielen Dank für das offene Interview und Deine Zeit und weiterhin viel Erfolg!!!!

A. Knörr: Ich danke für das nette Gespräch und wünsche den Lesern alles Gute. Ich würde mich freuen, wenn der Eine oder Andere eines meiner Bücher in die Hand nimmt. Und als kleinen Tipp – über meine Homepage kann man diese auch direkt mit Widmung von mir bestellen. 😉

Mehr über Alexander Knörr auf seiner Homepage: http://www.alexander-knoerr.de/

Bücher von Alexander Knörr gibt es hier: